Luftentfeuchter-Bautrockner.de
Hilfreiche
Informationen zum Einsatz von Trocknungsgeräten und Problemen mit feuchten
Räumen !
Für Wohnräume
empfehlen Experten einen konstanten Feuchtigkeitswert von 50 – 60% r.F. und für unbewohnte Nutzräume (z.B. Keller) gilt es
einen Wert von unter 65% r.F. anzustreben. Denn schon
bei kurzzeitigen Werten von über 70% r.F. kann es zu Negativeffekten wie Schimmel, Muffgeruch, Bakterien und zur Zersetzung von Mauerwerk kommen !
Feuchtigkeit tritt häufig
in den folgenden Bereichen auf:

• Tiefsten Punkt des
Hauses (Bsp. Keller)
• Kältesten Punkt des Hauses (Bsp. Keller, Schlafzimmer)
• An sogenannten Kältebrücken, den Übergängen von warm zu kalt (Bsp.
Fenster, Schornsteinschacht, Außenwänden)
• In feuchten Quellräumen (Stichwort „Baden“, „Duschen“, „Kochen“,
„Nachtschweiß“)
Um einer zu hohen Feuchtigkeit entgegenzuwirken empfehlen wir die
folgenden Maßnahmen:
• Stoßlüften (achten
Sie dabei darauf, dass Sie nur dann lüften, wenn es draußen kälter ist als
drinnen, sonst erzielen Sie gegenteilige Wirkung)
• Eine Raumtemperatur von über 15° C (Wärme drückt die Feuchtigkeit nach draußen)
• Gute Isolierung aber mit vorhandenem Luftaustausch (alte Häuser mit
schlechter Isolierung lassen zu viel Feuchtigkeit von draußen nach drinnen,
neue Niedrigenergiehäuser lassen aber häufig
die Feuchtigkeit, die sich zum Beispiel im Schlafzimmer ansammelt, nicht
mehr entweichen)
• Der gezielte Einsatz von
LUFTENTFEUCHTERN !
Effektive
Feuchtigkeitsreduzierung in Räumen:
Zur effektiven, schnellen
und gezielten Luftfeuchtigkeitsreduzierung in Räumen und dem damit
nachgelagerten Feuchtigkeitsentzug bei Inventar, Wand, Decke und Boden
empfiehlt sich der Einsatz von sogenannten Luftentfeuchtern (z.B. unser
Luftentfeuchter WDH-520HB).
Der Luftentfeuchter sollte in diesen Räumen entweder zentral oder im Bereich
der größten Feuchtigkeit aufgestellt werden. Zu Beginn empfiehlt es sich, den
Luftentfeuchter für ein paar Tage im Dauerbetrieb laufen zu lassen, um so
zumindest einmal allen Materialen etwas an der angestauten Grundfeuchtigkeit zu
entziehen. Im späteren Verlauf empfiehlt es sich für Wohnräume einen konstanten Feuchtigkeitswert von 50 – 60% r.F. und für unbewohnte Nutzräume (z.B. Keller) von unter
65% r.F. anzustreben. Denn schon bei
kurzzeitigen Werten von über 70% r.F. kann es zu
Negativeffekten wie Schimmel, Muffgeruch, Bakterien
und zur Zersetzung von Mauerwerk kommen !
Da die meisten Luftentfeuchter auf dem Markt nach der Kondensationsmethode
arbeiten und dadurch die Entfeuchtungsleistung auch stark von der
Wärme/Temperatur im Raum abhängt, sollte in diesem Zusammenhang für einen
effektiven Betrieb folgendes beachtet werden:
Wirkung erzielen Kondensentfeuchter ab 5° C aufwärts,
jedoch erst ab ca. 10 - 15° C wird es effektiv und ideale
Entfeuchtungsergebnisse erzielen Sie bei
20 - 30° C.

Wird der typischen Modergeruch entfernt ?
Bezüglich der Geruchsbeseitigung, so entziehen die Luftentfeuchter
und Bautrockner allen Gegenständen im Raum die Feuchtigkeit… und diese
Feuchtigkeit ist Schuld an dem sog. Modergeruch !! Das
heißt nachdem der Normalgrad an Feuchtigkeit (50% - 65%) wieder hergestellt
ist, sollte dieser Geruch nicht ERNEUT entstehen bzw. langsam vertrieben
werden.
Können diese Geräte auch einen Schimmelbefall beseitigen/entfernen
?
Schimmel entsteht durch ein zu feuchtes Raumklima (z.B. feuchte Wände) oder
bei unzureichender Luftzirkulation. Unser Luftentfeuchter sorgt für eine
Trocknung des Raumklimas und für eine ausreichende Luftzirkulation. Das heißt
nachdem der Normalgrad an Feuchtigkeit (50% - 65%) in der Raumluft und beim
Inventar wieder hergestellt ist, wird dem Schimmelbefall der Nährboden entzogen
und der Schimmel sollte langsam absterben bzw. nicht ERNEUT entstehen.
Was heißt Kondensationstrockner ?
Das heißt, es sind alles Trockner, welche die Luft mit einer Ventilation
durch ein Kühlelement ziehen, wo sich die Feuchtigkeit absetzt. Die trockene
Luft wird in den Raum geblasen, wo sie wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann.
... kann es zu Bildung von Kondenswasser
kommen
und immer dann, wenn feuchte Warmluft in eine kühlere Umgebung oder auf kühlere
Gegenstände trifft. Die Menge des Kondenswassers hängt also zusammen mit der
Temperaturdifferenz und dem Sättigungsgrad der Warmluft, welche auf eine
kühlere Umgebung trifft. Nach diesem Prinzip wird in der Natur zum Beispiel
Tau, Reif, Regen oder Schnee ausgestoßen.
Beispiel: Beim Duschen wird warmer Wasserdampf erzeugt, dieser bleibt am
kühleren Fenster hängen und es läuft Kondenswasser über die Scheibe. Genau so
funktioniert übrigens ein Luftentfeuchter. Die Raumluft wird durch ein mit
Kühlmittel gekühltes Element gezogen, an dem sich die Feuchtigkeit absetzt (und
in einem Tank aufgefangen, bzw. über den Schlauchanschluss abgeführt wird).
... ist Luftsättigung
maximal 100% aber der Wassergehalt mengenmäßig unterschiedlich
je nach Temperatur. Die Luft nimmt Feuchtigkeit auf, bis sie gesättigt ist.
Also den Sättigungspunkt erreicht hat. Die Luftentfeuchtung spielt genau mit
diesem Sättigungspunkt. Indem die Luft beim Durchzug durch einen
Luftentfeuchter immer wieder abgekühlt* und damit von Feuchtigkeit „entleert“
wird, kann sie sich nach Wiederausblasen in die Raumluft wieder mit
Feuchtigkeit vollsaugen. Dabei wird überall dort Wasser aufgenommen, wo die
Trockenluft hingelangt. Der Entfeuchter trocknet also nicht Gegenstände,
sondern immer die Luft. Das heißt, die Luft ist schlussendlich das Medium,
welches die Feuchtigkeit aus Gegenständen wie Wände, Wäsche etc. entzieht. Aus
diesem Grund ist die Luftzirkulation im Raum wichtig. Das bedeutet auch, dass
Schränke nicht zu nahe an feuchte Wände gestellt oder Wäsche nicht in zu engen
Abständen aufgehängt werden sollte. Andernfalls kann die Luftzirkulation in der
Entfeuchtung auch mit kräftigen Gebläsen optimiert werden.
(* Ein Luftentfeuchter kühlt den Raum nicht, da die Geräteabwärme aus dem
Kühlprozess wieder an die Raumluft abgegeben wird (ähnlich wie bei einem
Kühlschrank). Die Kühlung wird ausschließlich im Geräteinneren verwendet.)
... ist der Taupunkt
temperaturabhängig. Der Taupunkt ist der Wert, bis zu dem die Luft Feuchtigkeit
aufnehmen kann, z.B. bei der Abkühlung: bis zu dem sie die Feuchtigkeit abgeben
muss (Kondensation). Der Taupunkt entspricht also der temperaturabhängigen 100%-igen Luftsättigung. In Gebäuden können, vor allem im
Winter, Temperaturdifferenzen entstehen, Beispiel Wintergärten, Fenster bei
Altbauten, Keller (mit Abwärme aus Waschküchen oder mit Luftaustausch aus
wärmeren Zimmern). Der Taupunkt ist in diesem Zusammenhang die Erklärung,
weshalb in gewissen Zonen im Haus Kondenswasser oder gar Schimmel anfällt,
während andere Zonen problemlos bleiben. Sehen Sie dazu auch die Grafik der
Taupunktkurve.

... ist die relative Luftfeuchtigkeit (r.F.) bei der Luftentfeuchtung der zentrale
Wert.
Beispiel:
1m3 Luft von 20°C kann ca.18 Gramm Wasser speichern
1m3 Luft von 10°C kann ca. 9.5 Gramm Wasser speichern
Schon gewusst: im Schlaf atmet der Mensch ca. 100
Gramm Wasser pro Stunde aus. Das erklärt, weshalb vor allem im Winter und bei
kleineren Schlafzimmern die Bildung von Kondenswasser häufig vorkommt. Die
Raumluft wird ganz einfach übersättigt, primär bei dichten Fenstern.
Feuchtequellen mit ähnlicher Auswirkung sind auch Kochfelder und Bäder ohne
Dampfabzug sowie Waschküchen, das heißt überall dort, wo kurzfristig mehr
Feuchtigkeit abgegeben wird, als sich abbauen kann.
Bei 20% entspricht 100% Luftfeuchtigkeit also 18 Gramm Wasser gegenüber 9.5
Gramm bei 10°C.
Das erklärt auch zur Hälfte, weshalb Luftentfeuchter bei kalter Luft weniger
Wasser entziehen, es ist ganz einfach weniger Wasser in der Luft, auch wenn die
Feuchtigkeit in % hoch sein kann. Die zweite Erklärung liegt übrigens in der
Temperaturdifferenz zwischen dem Kühlteil im Gerät
und der Lufttemperatur: je grösser die Differenz, desto heftiger der
Kondensationseffekt. Im Extrembeispiel (in sehr kalter Umgebung) würde das
bedeuten, dass wenn die Luft gleich kalt wäre, wie das Kühlelement,
physikalisch kein Wasser kondensieren kann, so dass die Luft lediglich durch
das Gerät gezogen, aber 1:1 wieder ausgeblasen würde.
Die optimale
Luftfeuchtigkeit für Mensch und Gegenstände liegt mit wenigen
Ausnahmen zwischen 50 und 60% relativer Luftfeuchtigkeit (relative
Luftfeuchtigkeit ist auch der Wert, welcher ein Hygrometer anzeigt). Unter 60%
sind in der Regel alle Übel wie Schimmel oder Modergeruch beseitigt. Ebenfalls
gilt dieser Wert für die menschlichen Schleimhäute und das Wohlbefinden,
Atemwege etc. als optimal. Das heißt, dass Sie keinen Zusatznutzen haben, wenn
Sie unter 50% trocknen, sondern nur eine höhere Stromrechnung. Ausnahmen sind
einige industrielle Anwendungen sowie bei der Wäschetrocknung, damit eine
kürzere Trocknungszeit erreicht wird.
Die Auswahl eines Gerätes
hängt von vielen Faktoren ab:
Zum Beispiel wie groß ist der Raum, wie viel Feuchtigkeit kommt nach, wie sind
die Temperaturen im jeweiligen Raum, welche Luftfeuchtigkeit herrscht momentan
vor und welchen Zielfeuchtewerte wollen Sie erreichen ! Ein weiterer Faktor ist
der Anschaffungspreis, sowie die Unterhaltskosten (Verbrauchsmaterial oder
Stromkosten).
Eine gute Wahl um einen Luftentfeuchter- oder Bautrocknertest zu
finden ist zum Beispiel die Zeitschrift „Heimwerker Praxis“